Aus der Geschichte der Pfarrei Mitterskirchen

Am 2. August 1897 wur­de die Expo­si­tur Mit­ters­kir­chen durch bischöf­li­ches Dekret zur Pfar­rei erho­ben. Mit Fug und Recht lässt sich also 1997 die 100-Jahr-Fei­er begehen.

100 Jah­re Pfar­rei Mitterskirchen. 

Das stimmt. Und ist doch nicht ein­mal die Hälf­te der Wahr­heit. Ihre Pfarr­kir­che, die dem hl. Johan­nes dem Täu­fer geweiht ist, wur­de um das Jahr 1517 erbaut. Schon vor die­ser gab es in Mit­ters­kir­chen und in den Ort­schaf­ten rings um Otz­berg, Berg­ham, Bie­ders­ter bis nach Tal, Unter­schreib, Unter­wend­ling, Wini­ham und Zankl Men­schen, denen der Glau­be für ihr Leben sehr wich­tig war. Sonst hät­ten sie sicher kei­ne Kir­che errichtet.

Nach die­sem Kir­chen­bau im Jah­re 1517 haben die Men­schen der fol­gen­den Jahr­zehn­te und Jahr­hun­der­te immer wie­der am Werk ihrer Kir­che wei­ter­ge­baut. So wis­sen wir aus Unter­la­gen, dass im Jahr 1639 der Dach­stuhl erneu­ert wor­den ist oder im Jahr 1810 das Gewöl­be durch eine Decke ersetzt, 1840 der Turm erneu­ert, 1910 das Lang­haus nach Wes­ten ver­län­gert und 1973 das Äuße­re der Kir­che reno­viert wor­den ist.

Dies sind weni­ge Daten. Aber die­se Daten sind doch Zeug­nis dafür, dass es min­des­tens über fünf Jahr­hun­der­te hin­weg in Mit­ters­kir­chen Men­schen gab, denen Kir­che und Glau­be ein gro­ßes Anlie­gen war. Zu den 100 Jah­ren die Ihre Pfar­rei besteht, dür­fen sie also getrost auch noch 400 Jah­re dazu­zäh­len, in denen die Men­schen in Mit­ters­kir­chen und in den Ort­schaf­ten rings­her­um stets aus ihrem christ­li­chen Glau­ben leb­ten und arbei­te­ten. Die­se Geschich­te des Glau­bens in Ihrer Hei­mat soll Sie dar­in bestär­ken, heu­te Ihren Glau­ben zu leben, damit auch mor­gen in Mit­ters­kir­chen geglaubt und gelebt wer­den kann.

Gruß­wort des Bischofs Franz Eder,
zur 100-Jahr-Fei­er der Pfar­rei Mit­ters­kir­chen,
August 1997