1861-1907 Ortsansicht Geratskirchen, Zeichner: Zattler Info Icon Pfarrei Geratskirchen

Aus der Geschichte der Pfarrei Geratskirchen

Von der Filialkirche zur selbständigen Pfarrei

Zu Beginn die­ses geschicht­li­chen Rück­blicks ein kur­zer Exkurs in die Hei­mat­ge­schich­te der Gemein­de Geratskirchen:

Im frü­hen Mit­tel­al­ter wur­de die­se Gegend, die der Tie­fen­bach durch­fließt, ​„Dupsta­dum“, d.h. ​„zu den tie­fen Gesta­den“ genannt.

Laut Kir­chen­ver­zeich­nis des Salz­bur­ger Erz­bi­schofs Arno Stau­den stan­den im Jah­re 780 im Tie­fen­bach­tal drei Kir­chen, und zwar in Ober­tief­stätt (Hirsch­horn), in Mit­te­ren­kir­chen und in Unter­tief­stätt, das heu­ti­ge Geratskirchen.

Das Got­tes­haus in Gerats­kir­chen dürf­te etwa im 11. Jahr­hun­dert durch eine sog. ​„Eigen­kir­che“ abge­löst wor­den sein, wel­che ein Frei­er Ger­hart erbau­en ließ. Der Kir­chen­ort wur­de nun nach dem Grün­der der Kir­che ​„Ger­harts­kir­chen“ benannt.

Die drit­te Kir­che, das heu­ti­ge Got­tes­haus, errich­te­te die Kir­chen­ge­mein­de Gerats­kir­chen um 1472. Die spät­go­ti­sche Kir­che wur­de dem Hl. Mar­tin geweiht.

Im Jah­re 1880 wur­de sie nach Wes­ten ver­län­gert, sodass das Lang­haus dann 4 Joche umfass­te. Die Kir­che wur­de im goti­schen Stil eingerichtet.

Bis zum Jahr 1794 gehör­te Gerats­kir­chen als Fili­al­kir­che zur Säku­lar­pfar­rei Unter­diet­furt, wur­de dann eine Expo­si­tur mit pfarr­li­chen Rech­ten und ab 09. Janu­ar 1896 eine selb­stän­di­ge Pfar­rei, wel­che die Neben- bzw. Wall­fahrts­kir­chen Nie­der­aich und Zwecks­berg angehören.

Der Ernen­nung zur selb­stän­di­gen Pfar­rei ging im August 1891 ein Gesuch vom Expo­si­tus Joseph Mehl­s­teibl und Kir­chen­pfle­ger Sebas­ti­an Weiß, Grun­den an die Regie­rung von Nie­der­bay­ern vor­aus. Geneh­migt wur­de die­se Anfra­ge im Okto­ber 1895 und ab 09. Okto­ber 1896 wur­de sie rechtskräftig.

Es ist sowohl die­sen bei­den Initia­to­ren, als auch dem Enga­ge­ment des Vol­kes zu ver­dan­ken, dass die­ses jah­re­lan­ge Stre­ben schließ­lich ver­wirk­licht wurde!

Das Amt der Seel­sor­ge in der Pfar­rei ​„Gerats­kir­chen“ über­nahm der bis­he­ri­ge Expo­si­tus und spä­te­re Pfar­rer Joseph Mehlsteibl.